Schärfentiefe

Der als Schärfentiefe bezeichnete Schärfebereich ist die Ausdehnung des Bereichs im Objektraum eines abbildenden optischen Systems , der auf der Bildebene hinreichend scharf abgebildet wird.

Das bedeutet, ein Objekt kann im Bereich der Schärfentiefe bewegt werden, ohne dass sein Bild auf der Bildebene merklich unscharf wird.

Als scharf empfindet ein Betrachter ein Bild dann, wenn Linien und Kanten klare Grenzen aufweisen. Die durch jede Optik entstehenden Unschärfekreise der Abbildung sind dann kleiner als das Auflösungsvermögen des Betrachters. In der Fotografie wird der Entfernungsbereich vor der Kamera , der in einem Bild scharf erscheint, in der Schärfentiefe betrachtet.




Selbstauslöser

Ein Selbstauslöser gehört zur Ausrüstung vieler Fotoapparate. Wenn man den Selbstauslöser betätigt, löst er die Kamera erst nach Ablauf einer fest eingestellten oder variablen Zeit aus.

Selbstauslöser werden zum Beispiel verwendet, um es dem Fotografen zu ermöglichen, selbst auf dem Foto zu erscheinen, in dem die Zeit zwischen dem Auslösen und dem Aufstellen im Bildbereich zur ▄berwindung der Distanz zwischen Aufnahmeort und Fotoapparat genutzt werden kann.

Ein anderer Nutzen des Selbstauslösers besteht in der Möglichkeit, unverwackelte Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten anzufertigen, wenn, wie insbesondere bei vielen modernen Kompaktkameras, kein Fernauslöser angeschlossen werden kann. Durch das Betätigen des Auslöseknopfes kann die Kamera, auch wenn sie auf einem stabilen Stativ montiert ist, in den ersten Sekundenbruchteilen wackeln. Mit Hilfe des Selbstauslösers bleibt genügend Zeit bis zur Auslösung, so dass die Kameraschwingungen abklingen können.

Vor allem in mechanischen Kameras (Spiegelreflexkameras und auch Sucherkameras ) wird dieser Auslöseversatz mechanisch realisiert. Das geschieht durch Spannen einer Uhrwerks-Vorrichtung, die mit Hilfe von Federkraft und Zahnrädern mit Verzögerung die Auslösemechanik der Kamera betätigt. Mechanische Selbstauslöser sind an den Kameras meistens so angebracht, dass durch eine eindeutige Stellung des Hebels das Ende des Zeitversatzes zu erkennen ist. Bei mechanischen Selbstauslösern ist es meist möglich, die Auslösezeit in Grenzen zu beeinflussen, d.h. zu verkürzen.

Mechanische Kameramodelle ohne integrierten Selbstauslöser können mittels des Anschlusses für einen Drahtauslöser auch externe Selbstauslöser benutzen, die den Zeitversatz ähnlich mit gespannter Federkraft und Mechanik bewirken.

Bei moderneren Kameras wird die Verzögerung des Auslösens elektronisch gesteuert. Nach Betätigung des Selbstauslösers wird die Ablaufzeit oft mit einem optischen Signal, (Blinken einer LED oder des eingebauten Blitzgeräts) an der Kamerafront angezeigt, welches kurz vor der Verschlussbetätigung die Frequenz des Blinkens ändert oder dauernd leuchtet.

Der Selbstauslöser muss meist vor jeder Benutzung eigens eingestellt werden. Manche Digitalkameras bieten jedoch auch einen Modus, bei dem der Selbstauslöser permanent aktiviert bleibt und mit der Spiegelvorauslösung kombiniert wird.




Speicherkarte

Eine Speicherkarte, manchmal auch Flash Card oder Memory Card genannt, ist ein kompaktes, wieder beschreibbares Speichermedium, auf dem beliebige Daten wie Text, Bilder, Audio und Video gespeichert werden können. Die Daten werden mittels der Flash-Speicher -Technik gespeichert. Die meisten gegenwärtigen Geräte nutzen die Flash-Technik, obgleich andere Technologien entwickelt werden.




Spiegellinsenobjektiv

Als Spiegellinsenobjektiv oder katadioptrisches System bezeichnet man ein Spezialobjektiv, das als optische Elemente sowohl Spiegel als auch Linsen verwendet. Es wird unter anderem in der Fotografie als Teleobjektiv mit fester Brennweite eingesetzt.




Spiegelvorauslösung

Als Spiegelvorauslösung bezeichnet man die Möglichkeit, den Schwingspiegel einer Spiegelreflexkamera zeitlich deutlich vor der eigentlichen Aufnahme hochzuklappen. Damit wird Verwacklungsunschärfe durch Eigenschwingungen der Kamera reduziert. Häufiges Anwendungsgebiet sind z. B. Nachtaufnahmen.

Grundsätzlich wird die Spiegelvorauslösung zusammen mit einem Stativ o. ─. verwendet. Sie dient der Reduzierung von Vibrationen, insbesondere bei Verschlusszeiten im Bereich 1/30 bis 1/2 Sekunde.

Beim Auslösen der Kamera wird der Spiegel aus dem Strahlengang geschwenkt. Der ruckartige Schwenk erschüttert die Kamera, was die Schärfe des Bildes durch Verwackeln beeinträchtigen kann. Dieser Effekt tritt insbesondere bei Verwendung von Objektiven mit langen Brennweiten und/oder langen Belichtungszeiten auf, die unterhalb der Freihandgrenze (1/60 s bei Normalbrennweite), ab der ein Stativ verwendet werden muss und oberhalb der Verschlusszeiten von Langzeitbelichtungen (1 Sekunde und länger) liegen.

Bei kürzeren Belichtungszeiten ist der Verschluss schon wieder zu, bevor sich die Verwacklungsunschärfe auf das Bild auswirkt; bei längeren Belichtungszeiten überwiegt die Zeit, in der die Kamera wieder gedämpft worden und in Ruhe ist. Dennoch sollte auch bei ausgesprochenen Langzeitbelichtungen die Spiegelvorauslösung verwendet werden.

Durch das vorzeitige Hochklappen des Spiegels hat die Kamera bzw. die Montierung (Stativ etc.) Zeit, sich wieder zu stabilisieren. Bemerkbar ist dieser Effekt in der Praxis nur bei Verwendung eines Statives, da sonst ganz andere Ursachen zum Verwackeln bzw. zur Unschärfe führen können.

Speziell wird die Spiegelvorauslösung in der Nacht - und Astrofotografie benutzt, da aufgrund des dunklen Hintergrundes Verwacklungsunschärfe besonders stark hervortritt.

Um die Leistungsfähigkeit von Objektiven und Kameras unter Laborbedingungen zu testen, wird immer die Spiegelvorauslösung verwendet.




Spotbelichtungsmesser

Der Spotbelichtungsmesser ist ein Gerät aus der Fototechnik . Er ist ein spezieller Belichtungsmesser, welcher es dem Fotografen ermöglicht, das Motiv durch einen Sucher anzupeilen und den Lichtwert eines sehr eng begrenzten Bereichs zu ermitteln. Spotbelichtungsmesser arbeiten nach dem Prinzip der Objektmessung.

Im Gegensatz zur Interalmessung erfordert die Spotmessung vom Fotografen vor der Aufnahme immer eine Entscheidung darüber, welcher Teil des anvisierten Motivs für die korrekte Belichtung wichtig ist. "Zielen und Abdrücken" führt oft zu fehlerhaften Belichtungen, wenn das kleine Messfeld zufällig einen besonders dunklen oder besonders hellen Bereich des Motivs abdeckt. Bei der Spotmessung visiert man daher sinnvollerweise immer zunächst ein bildwichtiges Detail an, stellt die Kamera manuell danach ein bzw. speichert den Messwert bei Automatik-Kameras zwischen, richtet danach die Kamera auf den gewünschten Ausschnitt aus und drückt dann ab. Dieses Verfahren hört sich kompliziert an, ist es nach einiger Gewöhnung aber nicht. Gegenüber der Integral- oder auch der Matrixmessung bietet die Spotmessung bei geringem Mehraufwand und bei etwas Erfahrung eine wesentlich bessere Kontrolle über das Ergebnis.




Springblende

Die Springblende ist ein Mechanismus an einer Spiegelreflexkamera sowie deren zugehörigen Objektiven, der erst beim Auslösevorgang die Blende des Objektivs auf eine vorgewählte Blende schließt.

Der Vorteil einer Springblende (auch als "Automatikblende" bezeichnet) gegenüber einer herkömmlichen, voll manuellen Blende ist ein helleres Sucherbild bei der Bildvorbereitung, da die Blende bei allen Einstellvorgängen voll geöffnet ist und somit ein Maximum an Licht durchlässt. Durch die geringere Schärfentiefe des aufgeblendeten Objektivs ist eine genauere Fokussierung möglich. Schnittbild-Entfernungsmesser arbeiten darüber hinaus nur bei Blenden größer ~ 5,6, so dass weiter abgeblendete Objektive die Benutzung dieser Einstellhilfe stark erschweren.

Ein mechanischer oder elektronischer Blendensimulator erlaubt bei einigen Objektiv-Baureihen auch die TTL-Belichtungsmesser bei offener Blende.

Eine Besonderheit der Springblende ist, dass die Beurteilung der Schärfentiefe nur möglich ist, wenn die Blende durch Drücken einer Abblendtaste oder eines Abblendschiebers geschlossen wird und die Blende damit die vorgewählte Einstellung bringt. Bei modernen (Autofokus)-Spiegelreflexkameras, die auf dieses Bedienungselement verzichten, lassen sich Objektive, die keine andere Möglichkeit anbieten, die Blende zu schließen, nur mit Schwierigkeiten verwenden.

Objektive mit Springblende lassen sich auch mit Makro-Zubehör wie Balgengerät und Zwischenringen verwenden, wenn alle verwendeten Komponenten dafür eingerichtet sind. Hierauf muss bei vielen Kamerasystemen besonders geachtet werden, da bei den Makro-Systemen oftmals auf die Übertragung dieser Funktion in der Basisausstattung verzichtet wird.




Stativ

Das Stativ dient der stabilen Aufstellung von Kameras.

Während es bei Vermessungsstativen auf absolute Stabilität ankommt, wird bei Fotostativen meist ein Kompromiss zwischen Handlichkeit, Vielseitigkeit und Gewicht eingegangen. Fotostative sind darum meist leichter als Vermessungsstative, dafür aber auch deutlich instabiler. Außerdem besitzen sie häufig eine ausziehbare Mittelsäule , durch die der Aufnahmestandpunkt noch weiter erhöht werden kann. Bei einigen Stativen lässt sich die Mittelsäule auch umgekehrt montieren, was extrem niedrige Aufnahmestandpunkte ermöglicht. Stative werden in der Fotografie meist verwendet, um bei schlechten Lichtverhältnissen (Innenräume, Dämmerung, Dunkelheit) scharfe, verwacklungsfreie Bilder zu erzeugen. Bei Verwendung sehr langer Brennweiten ist die Verwacklungsgefahr wegen des kleinen Bildwinkels besonders groß, so dass hier ein Stativ (fast) unentbehrlich ist. Darüber hinaus ermöglicht das Stativ eine sorgfältigere Kameraausrichtung und Bildgestaltung. Großformatkameras erfordern praktisch immer ein Stativ.

Zur Vermeidung von Verwacklungen bestehen einige Alternativen, die jedoch ein Stativ nicht in jedem Fall ersetzen können. Man kann
Fotostative dienen auch dazu, das Gewicht einer schweren Kamera zu tragen. Wichtig ist dies etwa bei der Naturfotografie , wo man die Kamera längere Zeit zum Beispiel auf ein Vogelnest richtet, um den richtigen Moment abzuwarten. Speziell große und schwere Teleobjektive verfügen über eigene Anschlüsse zur Befestigung auf Stativen.

Fotostative sind am häufigsten als





Staubablagerung

Bei jedem Objektivwechsel besteht die Möglichkeit, dass Staub oder andere Fremdpartikel ins Kameragehäuse gelangen und sich auf dem Bildsensor ablagern. Doch selbst wenn die Kamera nicht geöffnet wird, können kleinste Partikel im Kamerainneren freigesetzt werden und am Sensor haften bleiben. Dies kann durch mechanischen Abrieb von beweglichen Bauteilen (beispielsweise von Verschluss oder Rückschwingspiegel ) verursacht werden. Bei SLRs, die mit Filmarbeiten, stellt das kaum ein Problem dar, da die Verschmutzungen mit dem Film weiter transportiert werden. Anders bei digitalen SLRs lagern sie sich auf dem Sensor ab, können selbst mikroskopisch kleine Partikel von 0,1 mm Größe auf allen danach aufgenommenen Bildern als graue Flecken sichtbar werden. Reinigungsversuche mit handelsüblichen bergen immer die Gefahr, den Sensor zu beschädigen. Es bleibt also oft nur die - meist kostenpflichtige - Nutzung des Herstellerservice zur Sensorreinigung.

Staubpartikel können aus zwei Gründen auf dem Sensor haften bleiben: durch elektrostatische Aufladung und durch intermolekulare Anziehungskräfte.





Streulichtblende

Die Streulichtblende ist ein wichtiges Zubehör in der Fotografie (oft auch als Sonnenblende oder Gegenlichtblende bezeichnet).

Eine Streulichtblende soll verhindern, dass seitlich einfallendes Licht an Linsen oder Fassungsteilen reflektiert wird und so auf den Film , einen elektronischen Empfänger oder in das Okular gelangt. Dies kann zu erheblichen Beeinträchtigung des Bildes etwa durch optische Überlagerungen in Form von Lichtsäumen in der Form der Linsen, also in der Regel Kreisen oder Ringen führen - den so genannten Lens Flares. Weiterhin wird das Bild des fotografierten bzw. beobachteten Objektes durch derartiges Streulicht flau und kontrastarm . Bei Aufnahmen mit direktem Gegenlicht wie beispielsweise bei Sonnenuntergängen zeigt die Streulichtblende keine Wirkung. Auch die Entstehung von Geisterflecken oder anderen Reflexionen, die durch Lichtquellen innerhalb des Bildfelds entstehen, können naturgemäß nicht durch eine Streulichtblende verhindert werden.




Stürzende Linien

Auf Fotos nennt man Stürzende Linien solche Linien und Kanten, die aufeinander zu streben, obwohl sie in Wirklichkeit parallel verlaufen. Der Effekt tritt auf, wenn die Kanten des Abbildungsgegenstands nicht parallel zur Projektionsfläche liegen.




Sucher

Als Sucher bezeichnet man in der Fotografie eine Vorrichtung am Fotoapparat, mit der ein Motiv angezielt und der Bildausschnitt festgelegt werden kann. Je nach Ausstattung der Kamera kann der fotografische Sucher auch zur Kontrolle bzw. Einstellung der Schärfe) und der Belichtungszeit dienen.