Histogramm

Ein Histogramm (von griechisch histos = Gewebe, Netz, Webstuhl und gramm = Darstellung, Aufzeichnung) ist die graphische Darstellung der Häufigkeitsverteilung von Messwerten.

In der digitalen Bildverarbeitung versteht man unter einem Histogramm die statistische Häufigkeit der Grauwerte bzw. der Farbwerte in einem Bild. Das Histogramm eines Bildes erlaubt eine Aussage über die vorkommenden Grau- bzw. Farbwerte und über Kontrastumfang und Helligkeit des Bildes. In einem farbigen Bild kann entweder ein Histogramm über alle möglichen Farben oder Histogramme über die einzelnen Farbkanäle erstellt werden; letzteres ist meist sinnvoller, da die meisten Verfahren auf Grauwertbildern basieren und so die sofortige Weiterverarbeitung möglich ist. Die Anzahl der Farbkanäle in einem Bild ist abhängig vom Modus, d.h. pro Farbauszug gibt es einen Kanal. Daher haben CMYK-Bilder vier Farbkanäle, RGB-Farbbilder nur drei.

Ein Histogramm visualisiert die Verteilung der Helligkeitswerte eines Bildes. Über einer Achse, die den Wertebereich der Farbwerte darstellt, sind als Balken die einzelnen Häufigkeiten des Vorkommens der Farbwerte aufgetragen. Je höher der Balken über einem Farbwert ist, desto häufiger kommt dieser Farbwert im Bild vor.

Histogramme findet man häufig im Bereich der digitalen Fotografie. Gut ausgestattete digitale Kameras zeigen auf dem Display während der Motivsuche als Hilfe für ein ausgewogeneres Bild in Echtzeit oder für bereits gespeicherte Aufnahmen ein Histogramm an. Das Betrachten eines Histogramms erlaubt es dem Fotografen, das Ergebnis oder das geplante Foto genauer zu kontrollieren, als es das Kameradisplay erlaubt. Zum Beispiel kann man typische Fehler wie Unter- und Überbelichtung erkennen und diese durch entsprechende Belichtungskorrektur beheben. Da die Helligkeit und v.a. Kontrastumfang des Bildes bei der späteren Bearbeitung und Verwertung eine große Rolle spielen, lohnt es sich beim Fotografieren, auf die Histogrammanzeige zu achten.

Eine klassische Anwendung von Histogrammen in der Bildverarbeitung liegt in der Egalisierung, bei der das Histogramm mit einer Egalisierungsfunktion transformiert wird. Dadurch kann eine bessere Verteilung der Farbgebung erreicht werden, die über eine bloße Kontrastverstärkung hinausgeht.




Hotpixel

In der Digitalfotografie werden als Hotpixel Bildpunkte bezeichnet, die nicht proportional auf das eintreffende Licht reagieren, dadurch erscheinen sie heller. Die Hotpixel häufen sich vor allem bei langen Belichtungszeiten und hohen ISO-Werten. Durch steigende Temperatur nehmen die Hotpixel zu, deshalb ist eine Methode zur Vermeidung von Hotpixeln und Bildrauschen, die Temperatur der Kamera tief zu halten. Viele Digitalkameras, die für Langzeitbelichtungen vorgesehen sind, verfügen über eine Kühlung des Bildsensors. Hotpixel werden hauptsächlich durch Fertigungsungenauigkeiten verursacht.